”Baustellenbesuch” im Schloss Stolberg (Harz)
Von Siegfried Hildebrand
Am 29. Februar 2004 öffnete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das von ihr 2002 erworbene Schloss Stolberg dem Publikum für einen “Baustellenbesuch”. Die Resonanz war überwältigend. Die Besucher strömten nicht nur aus Stolberg und Umgebung, sondern – wie die Autokennzeichen verrieten – auch von weiter her.
Das Führungspersonal redete sich heiser und musste darüber hinaus viele zusätzliche Fragen beantworten. Der Investor, der 1993 das Denkmal erwarb, konnte begonnene Maßnahmen nicht fortführen. Der Rettungskauf der Stiftung war ein Glücksfall für das akut vom Verfall bedrohte Anwesen. Nach Erstellung eines Sanierungskonzeptes wurden erste Notsicherungen durchgeführt und ab Herbst 2003 der erste Bauabschnitt begonnen.
Ziel der Sanierungsmaßnahmen sind die denkmalgerechte Wiederherstellung des Schlosses und seine Öffnung für die Bevölkerung heißt es in einer aus Anlass dieses “Tag des offenen Schlosses” herausgegeben Publikation der Stiftung. In dieser Broschüre ist auch zu erfahren: “Die spätere Nutzung des über 14.000 qm großen Schlosses zeichnet sich in einigen Bereichen bereits ab. Die repräsentativen Räume des Schlosses werden der Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Im Erdgeschoss soll nach Möglichkeit ein Restaurant die Besucher zum Verweilen einladen. Nach der Restaurierung der – statisch gefährdeten – Schlosskapelle soll diese für Trauungen ein passenden Rahmen bieten. Bis zu Fertigstellung des Schlosses wir ein Pavillon auf der Südterrasse errichtet. Eine Ausstellung im Inneren mit integriertem Café gibt über die Baugeschichte des Schlosses und die fortschreitenden Sanierungsmaßnahmen Auskunft.
Claudia C. Hennrich
Schloss Stolberg im Harz.
Monumente. Publikation der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
ISBN 3-936 942 -43-9
5,80 EUR