Exkursion Goitsche
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Schlösser, Burgen und Herrenhäuser Text und Fotos: Mirko Seidel |
| Schloss Burgkemnitz |
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Im seinem Inneren gefällt das Herrenhauses Muldenstein durch eine einheitliche Gestaltung aus dem frühen 20. Jahrhundert, die bis in unsere heutige Zeit weitgehend erhalten geblieben ist. Eigentümer heute ist die Gemeinde Muldestausee, die in dem Gebäude ein soziokulturelles Zentrum eingerichtet hat. |
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| Schloss Burgkemnitz | Schloss Burgchemnitz |
Vor der Weiterfahrt ließen es sich die Exkursionsteilnehmer nicht nehmen, durch den Park zur nahe gelegenen Kirche zu laufen. Die Überraschung war groß. Der barocke, einschiffige Bau aus dem Jahr 1772 wartet im Inneren mit einer aufwändigen Ausstattung auf. Der tonnengewölbte Kirchenraum und die zweigeschossigen Holzemporen waren mit einer sogenannten Bauernmalerei reich verziert.
Als drittes Objekt stand die Besichtigung des Schlosses Pouch auf dem Plan. Schloss Pouch, 891 erstmals urkundlich erwähnt, geht auf eine mittelalterliche Burganlage zurück, die auf dem Hochufer der Mulde entstand. Die Reste der Burgmauer, zwei Türme aus dem 13./14. Jahrhundert und die Größe des Burghügels lassen vermuten, dass es sich hier nicht nur um eine untergeordnete Anlage gehandelt haben kann.
Im späten 18. Jahrhundert wird ein zweiflügeliger Bau mit hohem Mansarddach errichtet, der malerisch in den um 1800 angelegten Landschaftspark eingebettet ist.
Den Abschluss der Exkursion bildete das Schloss im sächsischen Delitzsch. In unmittelbarer Nähe einer ausgedehnten Burg mit Wassergraben lässt Herzog Christian I von Sachsen-Merseburg 1690 bis 1696 die zweiflügelige Anlage errichten. Das Schloss diente als Witwensitz der Christina von Sachsen-Merseburg. 1731 unter Fürstin Henriette-Charlotte von Sachsen-Merseburg ausgebaut, wird das Schloss 1856 zum Frauengefängnis. In diese, nun preußische zeit, fällt auch der Abriss des runden Treppenturmes an der Nordseite und der Neubau eines rechteckigen Treppenhauses im klassizistischen Stil.
Die Brücke über den Wassergraben, die den Zugang zum Schloss markiert, wird von zwei Obelisken flankiert, wie sie auch bei den herzoglich-sächsich-merseburgischen Schlossbauten in Merseburg und Lützen zu finden sind. Von der vormaligen Burg ist ein Turm erhalten geblieben, der in den Schlossbau integriert wurde.
Im Inneren des Schlosses haben wertvolle Parkettfußböden die Nutzung als Gefängnis überdauert. Seit den 1990er Jahren wird das Schloss, in dem heute ein Museum untergebracht ist, restauriert und dabei die historischen Raumfassungen wieder hergestellt.





